Auf der Suche nach der verschwundenen Kacke

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Ich musste so lachen, als ich diesen Zettel gesehen habe und dachte mir, dass ich zumindest versuchen sollte, diese Freude mit euch zu teilen. Weiß nicht, ob das auch lustig ist, wenn man den Zettel übersetzt bekommt, aber kreativ ist es allemal!

Also, übersetzt steht auf diesem Filmplakat ungefähr das Folgende:

Auf der Suche nach der verschwundenen Kacke

Hilf uns, sie zu finden!

Zusammenfassung: Ein Hund, sein Besitzer und ein K.k. Der Erste kann es nicht aufsammeln und der Zweite ist verrückt. Das K.k. bleibt zurück, verlassen und verloren, bis ein Wanderer ungewollt mit ihm zusammenstößt, hineintritt und es dann an seinem Schuh mit sich trägt.

Vermeide, dass sich dieser Film Tag für Tag wiederholt und befolge diese einfachen drei Schritte:

1. Nimm eine kleine Tüte mit, wenn du auf die Straße gehst.
2. Sammle mit dieser Tüte die Ausscheidungen deines Maskottchens ein.
3. Wirf die Tüte in einen Mülleimer.

 

Eine sehr charmante Art mit diesem wirklich widerlichen Thema umzugehen. Die oben genannten 3 Schritte werden hier aber wirklich nur in den allerseltensten Fällen durchgeführt, zumindest der Menge an Tretbomben nach zu urteilen, wie meine Mutter sie immer nennt 😉 .
Naja, ein Grund mehr mein Lieblingswort „Cuidado!“ (Vorsicht!) anzuwenden, wenn wir raus gehen – und ein Training für frühzeitige Ekelkatastrophenprävention ist es auch.

War ein bisschen weg vom eigentlichen Thema, aber vielleicht hat euch dieses Foto ja zumindest zum Schmunzeln gebracht – beim nächsten Mal gibt’s dann auch versprochen wieder was Ernsthafteres!

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Alles, was das Herz begehrt

Alles, was das Herz begehrt

 

Sonne, Meer, Wald, Regen, Strand, Berge, Landleben und das alles auf einem Fleck!

Müsste ich mich zwischen Meer und Bergen entscheiden, würde ich immer Berge vorziehen, aber hier hat man einfach beides! Übrigens auch wettermäßig, das wechselt hier nämlich teilweise im Stundentakt von grauem Regen zu warmem Sonnenschein. Dementsprechend wird die Strandpromenade, sobald sich die Sonne auch nur im Geringsten zeigt, mit einer Welle Menschen überflutet, die das wohlweislich ausnutzen.
Ich hatte bisher ziemlich viel Glück, die meiste Zeit war es wirklich schön, aber das letzte Aupair dieser Familie hat hier wohl keinen einzigen Tag ohne Regen erlebt. Und das 2 Monate lang!

Letzten Sonntag habe ich eine kleine Radtour ins Nachbardorf gemacht und das war praktisch eine komplett andere Welt – Kuhwiesen irgendwo im dichtbewaldeten, kantabrischen Gebirge – ein bisschen wie in Heidi!

Eigentlich wollte ich mir eine Höhle in dieser Gegend anschauen, aber die Kombination aus Spontanaktion und allgemeiner Orientierungsunfähigkeit hat diesen Plan letztendlich scheitern lassen.
Dafür hab ich die an diesem Tag sehr zuverlässig scheinende Sonne brav ausgenutzt, wahrscheinlich eine viel bessere Idee, als in irgendeinem Uralttunnel durch die Gegend zu stolpern. 😉

 

 

Cumpleaños con los amigos

Cumpleaños con los amigos

Kindergeburtstage sind toll. Wirklich. Aber wie hoch die Menge an Energie sein kann, die so ein Megaevent erfordert, war mir bisher nur schleierhaft bewusst.

Klassisch wird sowas hier meistens in einem Restaurant gefeiert – mit sämtlichen Eltern, die auch kommen wollen! Dabei essen die meisten Kinder laut Mónica oft fast gar nichts und der Großteil an Partypizza, Kuchen & Co. landet letztendlich im Müll.

Naja, als ich erzählt hab, dass wir meine Geburtstage als ich klein war immer zuhause mit Spielen verbracht haben, klang das wohl so überzeugend, dass die Tradition kurzerhand außen vor gelassen und für Marcos Geburtstag dieses Jahr das Experiment „Cumpleanos en casa“ gestartet wurde.

DSCF5990Also wurde Robertos Mutter zum Kuchenbacken angeheuert, ein Großvorrat an Aufbackpizza und Plastiktellern angelegt und ich hab mir eine Route für eine Schnitzeljagd überlegt.

Letzten Samstag war es dann soweit und gegen halb sechs (ziemlich spät wie ich finde, aber hier ist zeitlich irgendwie alles nach hinten verschoben) trudelten sie alle nach und nach ein. Um das Haus zumindest noch ein bisschen vor der absoluten Zerstörung durch eine 9-köpfige Horde an am-Anfang-der-Pubertät-stehendender-Jungs zu bewahren, ging es dann als Erstes wieder nach draußen zum Schatzsuchen.

Das verlief, abgesehen von der Tatsache, dass am Anfang alle vor lauter Aufregung einfach planlos überallhin aber nicht zu der eigentlich beschriebenen Türe gerannt sind, auch genau wie geplant und der Schatz (Gummibärchen für alle) wurde trotz Rechtschreibfehler auf dem letzten Hinweiszettel pünktlich zu Sonnenuntergang gehoben.


Teil 2 war das Essen – es gab Sandwiches, Tortilla, Pizza und natürlich Kuchen. Eigentlich absolut kinderfreundliches Essen, aber am meisten gegessen haben trotz ständigem Hin- und Herlaufen definitiv Roberto und ich (Mónica hat heiße Schokolade vorbereitet, die aber letztendlich auch nur wir „Erwachsenen“ – oh Gott, wie das klingt! – und Alain getrunken haben, weil der Appetit dieser Kinder sich auch nach einer Dreiviertelstunde Rennen nur irgendwo im Nullbereich bewegt hat). So schlecht war das aber gar nicht, dafür gab es dann nämlich am Tag drauf Tortilla zum Frühstück :D.

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die Küche NACHDEM schon das Meiste aufgeräumt war 😉

Ach ja, ich wurde gefragt, ob ich aus Italien komme – mal schauen, ob ich in den nächsten Monaten nochmal jemanden treffe, der richtig tippt, wenn es um meine Herkunft geht ;).

Danach hatten wir eigentlich Activity (ohne Erklären) geplant, aber nachdem das in dauerhaften Rangeleien und Kissenschlachten geendet ist, haben wir spontan einen Notfallplan erstellt und alle trotz Dunkelheit auf den Spielplatz geschickt. Das war dann wieder ein voller Erfolg und am Ende haben wir alle zusammen Fangen gespielt bis es um halb 9 Zeit zum Abholen war.

Resultat: Marco hat’s gefallen und ich war trotz erhöhtem Renn- und Spanischschreipensum auch relativ zufrieden. Ob sie das nächstes Jahr genauso machen, weiß ich allerdings nicht, Mónica und Roberto schienen zum Ende hin ein wenig gestresst, vor allem als es dann im Wohnzimmer ein bisschen ausgeartet ist.
Letztendlich hatten wir total Glück mit dem Wetter, bei Regen wäre das bis zum Schluss nicht gut ausgegangen – und so wurde mal wieder bewiesen, dass das Einfachste meistens das Beste ist. Also: man braucht kein 3-Gänge-Menü und Kuchen aus einer Pastelleria, „einfaches“ Essen und ein Ort zum Toben reichen absolut!

Que bonito es Castro!

Que bonito es Castro!

„Wie schön ist Castro!“ Als wir neulich den „Standard-Samstagabend-Spaziergang“ an der Strandpromenade entlang gemacht haben und dabei einen perfekten Blick auf die von der Abendsonne wunderschön beleuchteten Kathedrale hatten (das klingt echt ein bisschen kitschig, aber genauso war‘s nun mal 😉 ), fiel mir einfach nichts anderes ein, um die Situation angemessener zu beschreiben!

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In Wirklichkeit sah es wirklich schön aus! 😉

 

Roberto drehte sich prompt grinsend zu mir um und meinte, genau das wäre auch der Slogan, mit dem dieser Ort für sich wirbt. Muss also irgendwie stimmen, wenn das sogar ein Ausländer mit begrenzten Sprachfähigkeiten so feststellen kann! Ein Grund mehr also, um euch diese Kleinstadt mal vorzustellen.

Castro

Erstmal wieder der allgemeine Kram; Castro liegt im Norden Spaniens und zwar gerade noch so in der Autonomen Gemeinschaft (das entspricht so ziemlich dem deutschen Bundesland) Kantabrien.
Die Grenze zum Baskenland liegt aber gerademal 5 Kilometer weiter, deswegen ziehen hier viele hin, denen Bilbao, die nächste Großstadt, einfach zu teuer ist. Meine Gasteltern z.B. sind ursprünglich auch baskisch („euskara“ heißt das in der Landessprache, das hört sich, find ich, viel besser an).

Ein weiterer Vorteil ist der Strand. Der ist auch Grund dafür, dass sich die Bevölkerungszahlen im Sommer fast verdreifachen. Es gibt gleich 2, aber nachdem Castro sich ewig lange an der Küste entlangzieht, hab ich den „hinteren“ namens Ostende erst einmal bei Nacht gesehen. Der ist allerdings künstlich und deswegen angeblich relativ hässlich, meinte zumindest Marco. Am „Vorderen“, in Brazomar dagegen kommt man eigentlich immer vorbei, wenn man von unserem Haus aus in die Innenstadt fährt oder läuft – wenn das Wetter nicht zuuu schlecht und kalt ist, schaff ich es vielleicht auch nochmal zu baden 😉

Das Meer sieht man übrigens schon wenn man von unserem Haus nur auf die Straße geht – ein Luxus, an den ich mich immer noch nicht gewöhnt hab, während meine Gastfamilie natürlich jedes Mal komplett unbeeindruckt bleibt.

Ansonsten gibt es hier noch eine Kirche, die aber fast nie offen hat und eine kleine Burg, in der regelmäßig unterschiedliche Ausstellungen stattfinden. Und haufenweise kleine Straßen, Bars und Restaurants. Was mir am besten gefällt, sind die kleinen Läden, die nicht wie in den ganzen Großstädten immer die gleichen sind, sondern teilweise wirklich nur hier existieren – fast schon exklusiv 😀

 

Insgesamt also eine komplett andere Welt als Salamanca, viel grüner, deutlich kleiner und mit vielen Familien anstelle von Studenten. Auf den ersten Blick vielleicht sogar ein bisschen langweilig, aber für mich im Moment genau richtig, denn so hab ich eigentlich gar keine andere Wahl, als mich in meiner Freizeit auf mich, mein Spanisch, mein Studium und auf alles andere zu konzentrieren, das innerhalb der letzten 2 Jahre angefallen und bisher unerledigt geblieben ist. Sozusagen eine Art Selbstdisziplinstraining in einem Badeort mit Winterpause. Und mit genialen Ausflugszielen in der Umgebung, aber davon erzähl ich dann im nächsten Eintrag. 🙂

Reyes Magos

Reyes Magos

Eigentlich hat Spanien ja schon einen König. Am 5. und 6. Januar bekommt Felipe allerdings gleich 3 mal Konkurrenz. Der Drei-Königs-Tag ist hier eigentlich noch wichtiger als Weihnachten – besonders für die Kinder.

Anfangen tut der ganze Spaß schon gegen Silvester – ab da kann man Briefe und Wunschzettel schreiben und an bestimmten Orten, z.B. in Großstädten wie Bilbao, an ein Mitglied der königlichen Herrschaften übergeben, das da nur für diesen Zweck abgestellt ist.

Am Abend vom 5. Januar gibt es dann alle 3 auf einmal – ebenfalls zum Anfassen und zwar in Form von Riesenumzügen durch die Innenstadt. Ich bin zur Faschingszeit eigentlich immer beim Skifahren, aber so in etwa stell ich mir das immer vor – mit Wägen und Leuten, die Süßigkeiten in die Menge werfen. In diesem Fall haben Gaspar, Melchor und Baltasar jeweils einen eigenen Wagen, samt eigenem Süßigkeitenwerfer, eigenen Zieh- bzw. Schiebsklaven und jeweils einer Cheerleadergruppe, die vornewegmarschiert und nebenbei versucht, zu „All I Want For Christmas“ (auf Dauerschleife) eine halbwegs synchrone Choreografie auf die Beine zu stellen.

DSCF5698Alles in allem also ein riesengroßes Spektakel, dem Menschen aus sämtlichen Altersklassen begeistert beiwohnen – sogar die Ladenbesitzer machen Pause, wenn das Gespann in ihrer Straße vorbeizieht und stimmen in den Chor aus „AQUÍ, AQUÍÍÍÍÍ“ (Hier, hier!!) – Rufen ein. Das ist eigentlich gar nicht notwendig, denn man gerät auch ohne groß auf sich aufmerksam zu machen regelmäßig in Bonbonsalven. Die schmecken übrigens gar nicht so schlecht, dafür, dass in diesen 2 Stunden wahrscheinlich Tausende davon in der Stadt verteilt werden.

Die ganze Prozession zog dann übrigens zu einer Schule, wo man sich in der Turnhalle in eine eewig lange Schlange anstellen konnte, um ein Foto mit einem der 3 Majestäten zu machen. Den Teil hab ich mir aber gespart 😉

 

In der Nacht auf den 6. kamen dann die „echten Könige“, wie Alain meinte, aber Geschenke auspacken durften die beiden erst am Nachmittag, als die gesamte Familie versammelt war.

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Nachdem am 5. Januar auch noch Marcos Geburtstag war, gab es gleich doppelt was zu feiern. 18 Leute waren wir insgesamt, deswegen macht Mónica an diesem Tag nicht ein komplettes 3-Gäng- Menü wie an Nochebuena (24.), Weihnachten (25.) und Silvester, sondern immer „nur“ Snacks. Die bestanden in diesem Fall aus Schinken-Käse- bzw. Thunfisch-Majonäse-Toasts, Pizza und Tortilla und haben uns auch so bestimmt 3 Stunden in Schach gehalten.

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Dann trudelten nach und nach sowohl die Familie von Mónica, als auch die von Roberto ein und weil wir beim besten Willen keine 18 Stühle auftreiben konnten, gab es ein Essen in Schichten. Später, als sich trotz „leichterer Kost“ kaum noch jemand rühren konnte, gab es dann Geburtstagskuchen und die obligatorische „Chocolate Caliente“, sprich heiße Schokolade. Die gehört zu diesem Tag offensichtlich genauso dazu wie für uns Plätzchen in der Weihnachtszeit.

Zu guter Letzt kam noch die Bescherung, und von Süßigkeiten über Frozen-Kostüme bis hin zu  Anfängergitarren (bei der nach erstem Ausprobieren erstmal eine Seite gerissen ist), war eigentlich alles dabei. 😀

Als sich dann gegen 8 alle verabschiedet haben, waren wir alle relativ geplättet – und das Abendessen haben wir an diesem Tag auch ausgelassen. 😉

Dieser Tag ist also ein klitzekleines bisschen wichtiger als bei uns in Deutschland und eigentlich eine Ergänzung zu unseren Festen, denn die werden hier ja auch gefeiert. Man merkt aber schon, dass die anderen Tage einfach weniger Tradition haben, zumindest in dieser Familie, wo praktisch nur gegessen wird. Ich fand’s total interessant, hab aber auch gemerkt, wie viel mir an den Bräuchen in Deutschland liegt. Die hab ich nämlich in dieser Zeit wirklich vermisst und freu mich dafür umso mehr auf’s nächste Jahr 🙂 .

 

 

Schätze der Silvesternacht

Schätze der Silvesternacht

 

Wirtschaftskrise in Spanien? Keine Arbeitsplätze und kaum Chancen für Frischausgebildete? Keine Sorge, alles nur Gerüchte – die Leute werfen zu Neujahr sogar mit Geld um sich und lassen das dann im Gras liegen!

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Spaß beiseite, stimmt natürlich nicht, aber als wir in den ersten Tagen des neuen Jahres auf den Spielplatz gegangen sind, haben sich Marco und Alain erstmal nicht wie gewohnt auf die Schaukel, sondern auf die Minischeine, die überall im Gras lagen, gestürzt. Als ich dann irgendwann gefragt wurde, ob sie jetzt reich wären, hat sich der Eifer allerdings relativ schnell wieder gelegt. Erinnerungen an diese zwei Minuten Millionärsdasein haben wir am Ende aber trotzdem mitgenommen – Spielgeld kann man schließlich immer gebrauchen 😉

 

 

Feliz Año Nuevo!

Feliz Año Nuevo!

Ich glaub der Titel erklärt sich von selber 😉 Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht auch wenn von Eis und Schnee (außer bei einer Freundin in Kanada) bei euch weit und breit keine Spur ist.

Hier hat sich das alte Jahr mit strahlendem Sonnenschein verabschiedet. Nachdem an Weihnachten die Familie von Mónica dran war, haben wir die „Nochevieja“ (wörtlich: alte Nacht) dieses Mal mit der von Roberto in Bilbao verbracht. Über die Bräuche hab ich Folgendes gelernt:

 

1. Böllern erst um 12? Wie langweilig!

Theoretisch hab ich schon an Weihnachten Feuerwerke gesehen bzw. Knallfrösche gehört (und alles andere, was es da sonst noch so gibt), aber was mir am meisten aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Leute am 31. Dezember einfach schon mit der Abenddämmerung angefangen haben, Krach zu machen und Raketen abzufeuern. Das wird in Deutschland ja meistens eher mit Augenverdrehen und einem „Was-wollen-die-denn-jetzt-schon“ gestraft.

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„Komm schnell, schau mal daaa!“

2.Trauben sind ein absolutes Muss!

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Und das führt zu Unterschied Nummer 2. Nachdem Mónica meinte, dass der Brauch, um Mitternacht mit jedem Gongschlag eine Traube zu essen, ideal geeignet ist, wenn man einen Erstickungstod erleiden will, hab ich mir als Anfänger mal die Kindervariante geben lassen – zwölfmal geschält und entkernt.

Als es dann soweit war, ging es aber nicht raus auf die Straße, sondern zum Fernseher. Das ist glaube ich das erste Mal, in dem ich das neue Jahr vor einem Bildschirm abgewartet habe. Macht aber auch Sinn, die 12 Gongschläge bekommt man nämlich nur dann mit, wenn man sich auf dem Hauptplatz einer größeren Stadt oder zuhause befindet, wo das Highlight des Tages direkt aus Madrid von der „Puerta del Sol“ übertragen wird. Die Moderatorin ist übrigens jedes Jahr die selbe und heißt auch Anne – laut Mónica „la Anne la más famosa de Espana“. Ich hab es übrigens verplant und eine meiner „uvas“ schon gegessen bevor es wirklich losging – das Glockengeläut hat sich aber auch wirklich ähnlich angehört!

 

3.Gegessen wird wie an Weihnachten

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Sprich man ist schon nach der Vorspeise pappsatt, nimmt sich dann vom Hauptgang trotzdem nach und überfrisst sich letztendlich noch 3mal am Nachtisch (in diesem Fall ein Teller mit 3 Arten von Turrón, der ungünstigerweise direkt vor meiner Nase abgestellt wurde). Dazu wird man dann so lange zum Weinprobieren genötigt, bis man am Ende doch Ja sagt und feststellt, dass man auch einem „wirklich hervorragenden Wein“ immer noch nicht viel abgewinnen kann. Tjaja, trinkmäßig bin ich eine Banause, und diesen ungläubigen Blick, wenn ich sage, dass ich aus Deutschland komme und kein Bier mag, kenn ich schon ziemlich gut. Wir sind mittlerweile sowas wie Freunde. 😉 Also falls jemand eine gute deutsche Biersorte kennt – Roberto fand Dunkles immer ganz gut, ich konnte ihm aber zu seiner Enttäuschung nicht wirklich viel empfehlen, dementsprechend freuen wir uns über sämtliche Tipps und Anregungen 🙂

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