Also man kann über soziale Netzwerke sagen was man will – zum Backpacken sind die auf jeden Fall bestens geeignet!
Man hört ja immer wieder von Datingportalen, aber seinen Seelenverwandten über Facebook zu finden, ist tatsächlich auch möglich! So ging es mir letze Woche – wenn auch nicht im romantischen Sinne. Barbara wollte am gleichen Tag wie ich nach Jasper und hat in einer Gruppe nach einer Mitfahrgelegenheit gesucht…und mich stattdessen gefunden. Nachdem klar wurde, dass wir beide kein Auto mehr auftreiben würden, sind wir die Strecke von Lake Louise nach Jasper am Sonntag dann einfach spontan „gehitchhiked“. Weiß nicht, ob ich mich das alleine getraut hätte, aber mit einer kleinen französischen Daueroptimistin an der Seite funktioniert das echt gut! Und so ein bisschen Nervenkitzel war gar nicht schlecht, da konnte ich – mal wieder – gar nicht richtig drüber nachdenken, ob ich denn jetzt traurig sein sollte, dass ich die Ranch verlassen habe.


Unterwegs haben wir dann auch noch festgestellt, dass wir unabhängig voneinander das gleiche Hostel gebucht hatten, also konnten wir auch noch unsere Einkäufe teilen – perfekt!
Und es war so cool, wieder in einem Hostel zu sein! Es klingt vielleicht komisch, aber ich hab es tatsächlich ein bisschen vermisst, in Schlafsälen zu übernachten und mir eine Küche mit 20 anderen Leuten zu teilen. So dieses unbeschreibliche Unterwegs-Sein-Gefühl 🙂 Das konnte nicht mal die Horde Chinesen, die die Betten um mich herum in Beschlag genommen hatte, kaputt machen – auch wenn einer von ihnen nachts schon ziemlich laut zu verstehen gab, dass er sich offensichtlich einen Schnupfen eingefangen hatte.
Am Tag drauf haben wir es mit unserer Fortbewegungsmethode dann sogar zu einem Canyon und einem relativ weit entfernten See geschafft und ich würde sagen, dass der Eindruck von Jasper zwar kurz aber auf jeden Fall bleibend war!
Jetzt bin ich nach einem Tag zurück in Lake Louise gerade auf dem Weg nach Vancouver (und der Schnarcher neben mir ist kein Asiate, sondern ein Cowboy) aber DAS Gefühl ist immer noch da und mit ihm das zufriedene Grinsen. Nicht die schlechteste Art, um im Bus ein bisschen Schlaf zu bekommen.

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3 Gedanken zu “Schnarchende Chinesen

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